Die Inseln der Glücklichen                  

Hier machen die Promis wie Leonardo DiCaprio, Tom Cruise, oder Brad Pitt am liebsten Urlaub

Trotz all des Glamours haben auch Promis Urlaub verdient. Doch wo Stars sind, sind auch die Paparazzi. Der Ausweg für viele Promis? Eine eigene Insel! Man kauft sie, oder man mietet sie.

Auf den „Promi-Inseln“ herrschen strikte Sicherheitsvorkehrungen, absolute Diskretion und uneingeschränkte Privatsphäre. Jeder kann sich frei bewegen. Es gibt kaum Regeln, kein offizielles Protokoll, keine Erwartungen. Die Promis können einfach das tun, wonach ihnen gerade ist, und einfach sie selbst sein. So überrascht es nicht, dass sich Prominente wie Leonardo DiCaprio, Tom Cruise oder Brad Pitt auf solchen Inseln besonders wohlfühlen.

Leonardo DiCaprio im Luxus-Refugium The Brando auf der Insel Tetiaroa, Französisch-Polynesien

 Entdecken Sie das Vermächtnis der Hollywood-Legende Marlon Brando: Tetiaroa. 50 Jahre, nachdem Marlon Brando sich in sein Inselparadies verliebt hat, wurde hier sein Traum einer umweltfreundlichen Hotelanlage wahr. The Brando ist wohl das nobelste Öko-Resort in ganz Französisch-Polynesien.
    
Die Preise beginnen bei EUR 2.900 zzgl. MwSt. pro Nacht (zwei Personen in einer Villa mit einem Schlafzimmer, Mindestaufenthalt zwei Nächte). Im Preis inbegriffen: alle Mahlzeiten in allen Gastronomie-Bereichen sowie die meisten Getränke, 24 Stunden In-Villa-Dining, 1 Ausflug pro Tag, 1 Spa-Behandlung pro Tag und mehr. Auch auf Zimmer+Frühstück beschränkte Optionen sind verfügbar.

The Brando ist ein umwerfendes Luxus-Öko-Resort, welches über 35 alleinstehende Privatvillen verfügt. 22 entlang des West Turtle-Strandes und 13 entlang des South Mermaid Bay.
Gäste haben die Möglichkeit, zwischen Villen mit 1 Schlafzimmer, 2 oder auch 3 Schlafzimmern zu wählen. Eingerichtet mit komfortablen Kingsize-Betten, begehbarem Kleiderschrank, Privatpool und einem beeindruckenden Mediazimmer, ausgestattet mit TV/DVD und Sound-System. Die Villen mit 2 Schlafzimmern (insgesamt 4 verteilt auf der Insel) bieten Gästen eine exzellente Küche mit einem edlen Speisezimmer.
Die sonnendurchfluteten Terrassen der einzelnen Villen grenzen an die wunderschöne, üppige Insellandschaft. Diese erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 6 km². Und überall bietet sich den Gästen ein sagenhafter Ausblick auf den türkis-schillernden Ozean.

Brad Pitt auf der ultimativen Luxus-Privatinsel North Island, Seychellen

North Island ist das ultimative Luxus-Refugium der Seychellen und bietet absolute Privatsphäre sowie Service auf höchstem Niveau in exzellenter Lage. Die 200 Hektar umfassende Insel beherbergt 11 private Villen, die perfekt mit ihrer malerischen Umgebung harmonieren. Private Gästevillen am Strand sind ab ca. 6.000 EUR pro Villa und Nacht buchbar. North Island kann auch exklusiv gemietet werden (max. 22 Gäste) und eignet sich ideal für Feste oder diejenigen, die auf der Suche nach dem nächsten Luxuslevel sind. Die Insel verfügt über 11 elegante Villen mit offenem Schnitt, 10 etwa 450 m² große Presidential Villen und die außergewöhnliche 750 m² große Villa North Island. Die Villen, die vorwiegend von ein bis zwei Gästen bewohnt werden, bieten jeweils ein großzügig geschnittenes Hauptschlafzimmer mit Bad, ein Wohn-/Schlafzimmer und ein Arbeitszimmer.

Alle Villen sind am Anse d'Est Beach gelegen, mit Ausnahme der Villa North Island, die sich etwas weiter vom Strand entfernt im Takamaka-Wald befindet.

 

Tom Cruise auf der One&Only Reethi Rah, Malediven. Ein 6-Sterne-Resort, wo auch die Beckhams Urlaub machen

99 Prozent ihres 90.000 Quadratkilometer umfassenden Staatsgebietes sind vom Meer bedeckt; Die Malediven sind das flachste Land der Welt, und mit ihren faszinierenden Atoll-Formationen, der schillernden Unterwasserwelt und mehr als 1000 unbewohnten Paradiesinseln zählen sie zu den begehrtesten Destinationen weltweit. Seit jeher eines ihrer Flaggschiffe ist das One&Only Reethi Rah – ein Inbegriff von Luxus, Glamour und unbeschwertem Inselleben. 122 großzügige Strand- und 

Wasservillen, entworfen vom Star-Architekten Jean-Michel Gathy, bieten einen faszinierenden Mix aus Eleganz, Stil und inseltypischem Charme. Als eine der größten Resortinseln in der gesamten Region verfügt es über eine private Küste von über sechs Kilometern mit zwölf Bilderbuchstränden. Ab EUR 850 pro Person / pro Nacht in einer Beach Villa. One&Only Reethi Rah ist mit einer Länge von ca. 2 km und 400 Metern Breite eine der größten Inseln im Nord Malé-Atoll und ist mit dem 45-minütigen One&Only-Privatyacht-Transfer oder in 15 Minuten mit dem Wasserflugzeug ab Malé International Airport zu erreichen.

www.vladi-private-islands.de/de/ueber-uns/ueber-uns

 

New Work: Spannende Beispiele der neuen Arbeitswelt

New Work: Spannende Beispiele der neuen Arbeitswelt

Das Zeitalter der Digitalisierung hat einen erheblichen Einfluss auf unsere Arbeitswelten genommen, und dieser Einfluss ist überwiegend positiv. Die Möglichkeiten des mobilen Internets, moderne Konferenzlösungen und innovative Technologien ermöglichen es vielen Berufssparten, ortsunabhängig und flexibel zu arbeiten. Die Entwicklung der letzten Jahre hat den Weg für hybride Arbeitsmodelle geebnet, die als "New Work" bekannt sind.

Was ist New Work? New Work repräsentiert ein neues Verständnis von Arbeit in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung. Die zentralen Werte von New Work sind Freiheit, Selbständigkeit und Teilhabe an der Gemeinschaft. Dieses Konzept hat zu verschiedenen Arbeitsformen geführt, darunter Freelancing und Coworking-Spaces.

Freelancing: Als Freelancerin arbeitet man selbstständig und ist nicht bei einem Unternehmen angestellt. Die Tätigkeit erfolgt in der Regel auf Vertrags- oder Projektbasis, wobei Unternehmen Freelancerinnen für spezielle Aufgaben oder Projekte beauftragen. Die Palette der Tätigkeiten ist breit, von Entwicklern über Grafiker bis hin zu Marketingexperten. Der Vorteil liegt in der Unabhängigkeit, Abwechslungsreichtum und Flexibilität. Allerdings bringt die Freiheit auch Herausforderungen mit sich, wie die Akquise von Projekten und die Einhaltung der Work-Life-Balance.

 

 

Polo oder Team Pferd-Mensch

Kennen Sie Polo? Ja, es ist der Sport der Reichen sagt man...

Wir wollen diesem Satz nachgehen und unseren Lesern dieses Spiel der Könige näherbringen. Dazu hat sich unsere Chefredakteurin zwei Poloturniere mit Weltklassespielern und ihren Pferden ausgesucht und mit Veranstaltern, Spielern und Moderatoren gesprochen.

6. Internationalen Deutschen Polo Arena Meisterschaften

In Braunschweig fanden bereits zum 2. Mal die nunmehr 6. Internationalen Deutschen Polo Arena Meisterschaften statt. Hier sind Sport und Charity miteinander kombiniert. Die Veranstalterin des Events Alexa, die sich mit Ihrem Unternehmen „Grenzgänger“ mit Teamentwicklung für Unternehmen beschäftigt, sieht beim Polo neue Impulse, da es auch hier in erster Linie um Teamwork geht - Team Pferd und Mensch ist hier die Basis für Erfolg. Für dieses Sportereignis hat sie dazu eine Charity-Versteigerung für das Projekt Löwenbrücke organisiert. Löwenbrücke ist eine Stiftung zur Unterstützung gehandicapter Menschen als Mutmacher. Die Versteigerung für den guten Zweck hat unter der Regie des in der Polo-Szene berühmten Moderators Jan-Erik Franck, bekannt als „The voice of Polo“, eine 4stellige Summe für den guten Zweck erzielt.

Natürlich gab es auch ein Poloteam mit dem Namen „Löwenbrücke“, dass mit Nachwuchsstars des Polo wie z. B. der erst 16jährigen Emily Hase Loock, Jeanette Diekmann, Thomas Strunck, Johann Funck und dem Altmeister Comanche Gallardo gut im Spiel war.

Den 1. Platz der diesjährigen Meisterschaft errang das Team BRW Finanz AG mit Daniel Diester, Vanessa Schockenmöhle und Patrick Maleitzke, der damit bereits zum 6. Mal amtierender Meister der Internationalen Deutschen Polo Arena Meisterschaft geworden ist.

Jeder Polospieler hat je nach Leistungsstärke ein persönliches Handicap. Es beginnt bei -2 und reicht bis +10. Die besten Polospieler der Welt mit diesem hohen Handicap kommen fast alle aus Argentinien.

Das normale Polofeld misst ca. 274 Meter mal ca. 183 Meter (300 x 200 Yards). Beim Arena-Polo, wozu auch Beach-Polo zählt, sind die Maße etwas anders.

Gesehen wurde bei diesen Meisterschaften im Interview auch Jolie Lange als Gast vom Poloparkberlin. Von der erst 15jährigen, aber sehr talentierten und auch hübschen Polospielerin wird man bestimmt noch viel hören.

High Society - Sehen und gesehen werden

Das zweite Event, dass unsere Chefredakteurin besucht hat, fand in Berlin statt. Beim Polo Cup Berlin gab sich am Spielfeldrand die High Society Berlins die Ehre. Sehen und gesehen werden, wo geht so etwas besser als beim Polo? Hier kann man auch wunderbar mit Picknickdecke und kulinarischen Genüssen am Spielfeldrand das Sportereignis hautnah erleben.

Chefredakteurin Ewa traf Persönlichkeiten wie Lycyna Recke (klassische Tänzerin und Repräsentantin der Klinik für plastische und konstruktive Chirurgie Aesthetic Med), Sylvia Senger, Stella Ahangi (Sängerin, Malerin Autorin und Image Coach), Didi Veron (Reality TV Star, Modeexperte und Model), Manuela Vobach (Modeberatung speziell für Hüte), Christiane Schwagzina (Rechtsanwältin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Reitlehrerin (FN) „Die Pferdefrau“) mit ihren Kindern Victor und Vera.

Der Schutz der Pferde ist die oberste Maxime in dem Regelwerk

Und hier noch ein kleiner Überblick über die Reglements. Es spielen 2 Mannschaften mit jeweils 4 Spielern gegeneinander. Vielleicht ist Ihnen einmal aufgefallen, dass es nur die Nummern 1-4 auf Polo-Tricots gibt. Spieler Nr. 1 und 2 spielen im Angriff, Nr. 3 ist der Spielemacher (meist der stärkste Spieler) und Nr. 4 ist der Verteidiger. Die Spieler dürfen den Gegner von der Linie abdrängen, ihn nur nicht zwischen zwei Spielern der gleichen Mannschaft einklemmen (Sandwich).

Der Schutz der Pferde ist die oberste Maxime in dem Regelwerk. Ein Pferd muss nach jedem Chukka ausgewechselt werden, und darf frühestens im Übernächsten wieder dabei sein. Da ein Spiel aus 4 – 8 Chukkas (Spielabschnitte) à 7 Minuten besteht, braucht man mindestens 2 Pferde, besser mehr. Mit dem Stick oder auch „Mallet“ genannt, versuchen die Spieler, den Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Hier kommt es auf Technik, Taktik, Tempo und Teamgeist sowie sehr großes reiterliches Können an. Ebenso wichtig ist es aber auch, ein gutes Polopony am Start zu haben. Diese außergewöhnlichen Tiere sind Hochleitungssportler und wissen, wie der Ball im Spiel ist bzw. ob jetzt ihr Einsatz kommt. Sie glauben das nicht? Ich selbst habe ein paar Unterrichtsstunden auf einem Polopferd beim Poloclub in Maspe /Niedersachsen genommen, und konnte mich von der Persönlichkeit und Klugheit dieser Tiere überzeugen. Zugegebenermaßen sind sie mir im Training ein bisschen auf der Nase herumgetanzt. Und ich halte mich nicht für eine untalentierte Reiterin, aber im vollen Galopp den Ball mit einem langen Holzschläger zu treffen ist gar nicht so einfach – auch ohne Gegenspieler, der den Ball auch noch streitig machen würde. Aber Übung macht den Meister und meine Trainingspartner haben sich alle Mühe gegeben, dass ich dazu lerne, und nicht die Lust am Spiel verliere. „Wir sind doch ganz normale Menschen, die ihren Sport lieben, und freuen uns über jeden, der diese Begeisterung mit uns teilt, sagte man mir“. So bin ich auch neben Einzelstunden gerne zu einer kleinen Trainingseinheit gegangen, die der Fachmann „Stick and Ball“ nennt. Dazu bringen die Nichtreiter dann etwas Picknick mit auf den Platz und der Abend wird im Grünen mit den Pferden verbracht.

Die Kreuzung der wendigen argentinischen Pferderassen Petizos und Criollos (Abkömmlinge der Araber und Berber) mit den schnellen englischen Vollblütern ergab seinerzeit das ideale Polo-Pferd.

Bereits 370-330 v. Chr. erfreute sich das Spiel mit dem Ball aus Bamburswurzel großer Beliebtheit in ganz Asien. 1859 brachten die britischen Offiziere des 10. Husarenregiments das Spiel in Ihre Heimat zurück, wo es auch heute noch sehr beliebt ist. Einer der bekanntesten Spieler ist bekanntermaßen König Charles von England. In Deutschland ist neben Patrick Maleitzke, der auf mehr Popularität beim Polo hofft, Christopher Kirsch mit einem Handicap von +4 als der beste Spieler zu nennen. Wer sich einmal in den Sport hineinfühlen möchte, sucht sich eine der Poloschulen in Deutschland heraus. Nachwuchs ist immer gerne gesehen in der Polo-Szene und wird herzlich aufgenommen!

Text und Reportage: Susanne Voss

Ein Sternekoch und Meister der Haute Cuisine

 

Lernen Sie Sternekoch Simon Lang kennen - einen Visionär und Meister der Haute Cuisine. Er begeistert immer wieder aufs Neue die Welt des Kochens mit seiner Leidenschaft für erstklassige Zutaten und raffinierte Geschmackskombinationen, sowie mit seinem einzigartigen Talent.

Zurückgreifend auf eine beeindruckende Expertise und ein tiefes Verständnis für Aromen und Texturen schafft Simon Lang wahre Gaumenfreuden, welche die Sinne verzaubern. Geprägt von einem innovativen Ansatz, der traditionelle Gerichte der französischen Küche mit modernen Einflüssen vereint, schaffen seine Kreationen unvergessliche Geschmackserlebnisse.

Bereits fünf Jahre in Folge hält Simon Lang einen heiß begehrten und hart erkämpften Michelin-Stern mit dem Sartory Restaurant in Augsburg und zählt seither zu einer der festen Größen in der internationalen Gastronomieszene. Zahlreiche Auszeichnungen von Michelin, Varta Führer, Gault&Millau, Gusto, Feinschmecker, Schlemmer Atlas, der Große Guide und Falstaff bestätigen sein Handwerk und die Qualität seiner Handschrift.  

Seine Kreativität und sein Streben nach Perfektion haben ihn zu einem hoch angesehenen Sternekoch gemacht, der immer wieder neue Maßstäbe setzt.

 

 

Doch Simon Lang ist nicht nur ein begnadeter Koch, sondern auch ein charismatischer Gastgeber.

Seine Leidenschaft liegt darin seine Kunst mit anderen zu teilen und somit ein Teil seiner kulinarischen Reise zu sein. Dabei kommt sein Engagement für die Ausbildung junger Talente niemals zu kurz und genau dies macht ihn zu einem inspirierenden Vorbild in der Branche.

Ganz gleich, ob er in renommierten Restaurants weltweit tätig ist, auf kulinarischen Events beeindruckt oder sein Wissen und seine Leidenschaft in Kochkursen weitergibt - Simon Lang begeistert immer wieder mit seiner unvergleichlichen Kreativität, Präzision und Hingabe zur Haute Cuisine.

Erleben Sie die Magie von Sternekoch Simon Lang hautnah und lassen Sie sich von seinen außergewöhnlichen Kreationen in eine Welt kulinarischer Genüsse entführen. Seien Sie gespannt auf seine neuesten Projekte und genießen Sie eine gastronomische Reise, die Ihren Gaumen verzaubern wird. Besuchen Sie Ihn in Augsburg im Sartory Restaurant!

 

Schöne neue Seidenstraße

 

EWA‘S PLACE hat sich mit Dr. Dirk Wiemer bei MIKOTO SUSHI in Berlin getroffen. Bei ausgezeichnetem Sushi in ganz besonderer Atmosphäre entwickelte sich ein interessantes Gespräch über Russland, China und die neue Seidenstraße. Daraus ist die folgende Kolumne entstanden schöne neue Seidenstraße?

 

Warum ist Strom gerade so teuer? Das liegt u.a. daran, dass wir teures Gas zur Erzeugung von Strom benötigen. Der Strom wird in Deutschland über eine Strombörse gehandelt. Die Reihenfolge des Abrufes wird preislich aufsteigend durch die Grenzkosten eines Kraftwerks bestimmt. Das sind die Kosten, die bei der Produktion einer zusätzlichen Energiemenge anfallen. Die niedrigsten Grenzkosten haben erneuerbare Energien (Windräder, Fotovoltaik-Anlagen), denn Wind und Sonne sind kostenlos. Anschließend kommen die Kraftwerke mit den nächsthöheren Grenzkosten (z.B. Kernkraft, dann Kohle) und wenn das nicht ausreicht, muss die fehlende Energiemenge durch Gaskraftwerke (mit derzeit den höchsten Grenzkosten) erzeugt werden. Der Börsenpreis für Strom insgesamt wird nun leider durch das letzte Kraftwerk bestimmt, welches gerade noch gebraucht wird, um den Bedarf zu decken.

Das heißt also: Wir müssen möglichst so viel Strom im Netz haben, dass wir nicht auf Gaskraftwerke zurückgreifen müssen. Bei der Frage, woher dieser Strom kommen soll, toben sich seit jeher auch die Ideologen aus. Dabei aber spielte ein Argument bislang keine Rolle: Wind und Sonne kann man nicht abschalten. Und wie schnell es mit einer Abschaltung von Energieträgern gehen kann, erleben wir gerade schmerzlich durch Russland. Deswegen scheint es jetzt noch sinnvoller als sonst zu sein, auf den Ausbau erneuerbarer Energien zu setzen.

Zwar verursacht der Ausbau der erneuerbaren Energien einschließlich des erforderlichen Netzausbaus immense Kosten, welche zunächst strompreis- und netzentgelterhöhend wirken. Das kann zunächst einen Wettbewerbsnachteil darstellen und zur Abwanderung insbesondere energieintensiver Industrie führen. Deswegen muss der Ausbau in einer Geschwindigkeit erfolgen, bei der die damit einhergehenden Kosten verkraftbar sind. Die Kosten alleine aber sollten unser Handeln nicht leiten. In einer solchen Falle sitzen wir bereits: Die russischen Energieträger waren billig, sie kamen mit einem freundlichen Lächeln - die Leitungen heißen z.B. „Bruderschaft“ (Gas) und „Freundschaft“ (Öl)...

Böses Erwachen, eine Katharsis. Und nun? Nie wieder von einem autokratischen Regime energie-abhängig sein? Wir reiben uns die Augen und sehen – China! Der drittgrößte Staat der Erde, zugleich der bevölkerungsreichste: 18,2 % der Weltbevölkerung leben in China (und nur 1,9 % in Russland und 1,1 % in Deutschland). Wie Russland ist auch China ein autokratischer Staat, und wie in Russland gibt es auch in China die Absicht, den Staat „zu alter Größe“ zurückzuführen.

Die Wiederherstellung alter Größe ist bei Russland noch wörtlich zu nehmen. Einerseits sollen (jedenfalls) einige der elf neuen selbständigen Staaten, die sich nach dem Zerfall der UdSSR gebildet hatten, wieder dem russischen Staat einverleibt werden (siehe Ukraine), und es soll zudem auch die Bildung weiterer neuer Staaten verhindert werden (siehe das Vorgehen Russlands in Tschetschenien, Transnistrien, Abchasien, Südossetien usw.).

China hingegen geht es um etwas anderes (den Taiwan-Konflikt hier einmal ausgeklammert). Beispielsweise gibt es das Projekt „Neue Seidenstraße“. Der Name erinnert zunächst romantisch an die damaligen Handelswege, welche China bis 1300 n. Chr. mit Indien, Persien, Arabien, Afrika und Europa verbanden und auf welchen neben Waren wie z.B. die namensgebende Seide gehandelt wurden, sich aber auch Wissen, Kulturen und Religionen verbreiteten.

 

Zur „Neuen Seidenstraße“ aber gehört auch die „Belt and Road Initiative“, die 2013 gegründet wurde und die sich China wohl eine Billion Dollar (!) kosten lässt. Das Ziel ist Infrastruktur – auch Energieinfrastruktur. China will, wie man in den Zeitungen lesen kann, u.a. ein weltumspannendes Stromnetz errichten. Dies soll vor allem durch Beteiligungen und Zukäufe erfolgen. Hier agiert der staatliche Netzbetreiber State Grid China, das derzeit drittgrößte Unternehmen der Welt. Wir erinnern uns: State Grid China wollte vor vier Jahren 20 % des deutschen Stromnetzbetreibers 50Hertz kaufen – für eine Milliarde Euro. Deutschland verhinderte dies und kaufte die Anteile selbst (durch die KfW). Denn: Stromnetze sind kritische Infrastruktur. Doch anderswo in Deutschland und Europa war China längst erfolgreich...

In diesen Tagen geistern Informationen zu einem inoffiziellen Papier des Wirtschaftsministeriums durch die Zeitungen, wonach Deutschland seine China-Strategie ändern wolle. Grund sei, so wird kolportiert, dass Deutschland zu abhängig von China sei. Deutschland exportiere 2,7 % seiner Gesamtwertschöpfung nach China, und damit mehr als jedes andere EU-Land. Zudem ist China derzeit einer der wichtigsten Gasimporteure (LNG) für Europa. Daraus folge ein „hohes Erpressungspotenzial“.

Die Haltung gegenüber China und u.a. der „Neuen Seidenstraße“ kritisch zu hinterfragen, ist eine ausgezeichnete Idee. Bleibt nur die inständige Hoffnung, dass wir ehrlich Lösungen suchen und uns den Blick nicht von vornherein mit Ideologie und Parteipolitik verstellen...

Dirk Wiemer

dirk.wiemer@gmail.com

Dr. Dirk Wiemer, LL.M., MBA war Rechtsanwalt für Kartellrecht in Wien und ist nun als Rechtsanwalt für Energierecht in Berlin tätig. Er ist zudem Chefredakteur einer juristischen Fachzeitschrift.

Claudia Goldin erhält Nobelpreis für Forschung zu Gender und Arbeit

Claudia Goldin, Absolventin der University of Chicago, wurde mit dem Preis der Sveriges Riksbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel 9 für ihre bahnbrechende Forschung zur Identifizierung von Treibern von geschlechtsspezifischen Unterschieden auf dem Arbeitsmarkt ausgezeichnet.

Die renommierte Wirtschaftshistorikerin und Arbeitswissenschaftlerin, die ihren Ph.D. (1972) und Master-Abschluss (1969) an der UChicago erhielt, ist Henry-Lee-Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Harvard University. Sie ist die dritte Frau, die den Wirtschaftspreis seit seiner ersten Verleihung im Jahr 1969 erhält, und die erste Einzelpreisträgerin.

"Es bedeutet sicherlich eine enorme Menge", sagte Goldin, der der 99. Wissenschaftler ist, der mit UChicago verbunden ist und einen Nobelpreis erhält. "Es bedeutet mir auch sehr viel, weil es ein Preis für große Ideen und für langfristige Veränderungen ist."

Die Nobelstiftung würdigte Goldin "dafür, dass er unser Verständnis der Arbeitsmarktergebnisse von Frauen vorangetrieben hat", einschließlich der Bereitstellung des ersten umfassenden Berichts über die Erwerbsbeteiligung von Frauen im Laufe der Jahrhunderte. Obwohl sich die Erwerbsbeteiligung von Frauen in Ländern mit hohem Einkommen in den letzten 100 Jahren verdreifacht hat, verdienen sie nach Angaben der Stiftung im Durchschnitt immer noch 13 % weniger als Männer.

Goldins ausgiebige Nutzung von Archivrecherchen, bei denen sie dort gräbt, wo Aufzeichnungen spärlich sind oder fehlen, hat zu der überraschenden Entdeckung geführt, dass die Arbeitsgeschichte von Frauen nicht linear verläuft.

 

Out of Africa  - Editorial mit Raubkatzen

Inspiriert durch den gleichnamigen Film, wollte ich schon immer mal ein Fashion Editorial mit Raubkatzen machen. Während meiner Kapstadt-Aufenthalte in den letzten Jahren habe ich wiederholt die Farm von Luke Cornell aufgesucht. Er hat Geparden, Löwen, Zebras, Giraffen und weitere Tiere, die er als Waisenkinder großgezogen oder als gerettete Tiere aufgenommen hat. Er besitzt eine große Savanne hinter seiner Farm, wo man mit den Tieren frei laufen und arbeiten kann.

 

Wir haben dort mit einem Team von 2 Stylisten, 2 Makeup Artisten, 5 Models und geliehenen Props (engl. = Accessoires, Zubehör) aus dem Film-Verleih eine paar Szenen aufgebaut, um nicht nur Tieraufnahmen im klassischen Sinne zu machen. Die Designs sollten sich an den Safari Looks des Films orientieren. Das bedeutete: keine sehr knalligen, sondern eher erdige Farben. Sie sollten sich in die Landschaft einbringen und gleichzeitig nicht zu sehr von den Tieren ablenken. Zudem durften sie die Tiere auch nicht nervös machen.

 

Unsere Idee des Shoots war auch, dass Tier und Mensch als Partner erscheinen. Die Arbeit war sehr anstrengend, da man die Tiere natürlich nicht still halten und so ausrichten kann, wie man es gerade braucht; man muss die Laufwege der Tiere kennen lernen und jede Szene entsprechend planen.

 

Die hier gezeigten Bilder sind die Ergebnisse aus zwei Jahren mit jeweils einem vollen Arbeitstag vor Ort.